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Maßnahmen Glossar

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Bestandesstruktur & Baumartenwahl Vorratsaufbau & Umtriebszeit Waldpflege & Verjüngung Schutz- & Risikomanagement Nutzung & nachgelagerte Effekte Governance & Monitoring
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Fragile Monokultur

Willkommen in Österreichs Wald im Jahr 2030: ein Wald, der auf Distanz stabil wirkt, sich aus nächster Nähe jedoch brüchig zeigt. Jahrzehntelang wurden auf vielen Flächen nahezu ausschließlich Fichten gepflanzt: geordnet, dicht, schnellwachsend, aber ohne Rückhalt durch Artenvielfalt und anfällig für Kalamitäten. 

Die Folgen zeigen sich deutlich: Trockenperioden färben ganze Hänge braun, Stürme reißen breite Schneisen, und der Borkenkäfer findet ein Paradies aus geschwächten, gleichförmigen Bäumen. Die flachen Wurzeln der Fichte verlieren bei Wind den Halt, Böden geraten in Bewegung, Hanglagen werden instabil. 

Doch mit vereinten Kräften tut sich etwas und die Wende beginnt: Erste Mischbaumarten werden eingebracht, Naturverjüngung gefördert, Durchforstungen öffnen das Kronendach, und Totholz bleibt bewusst liegen. Die Monokultur beginnt, sich in ein vielfältigeres Gefüge zu verwandeln. 
2030 markiert den Startpunkt einer langen Reise – weg vom Kartenhaus, hin zu einem klimaresilienten Zukunftswald. 

Klicke dich durch die Jahre und Icons, um den Weg vom brüchigen Einheitswald hin zum resilienten, klimafitten Zukunftswald zu erleben. 

Bestandesstruktur & Baumartenwahl 2030

Erste Mischbaumarten etablieren sich in ehemals homogenen Beständen. Pflegeeingriffe öffnen Kronendächer, standortgerechte Laub- und Nadelarten werden gezielt eingebracht. Der Strukturwandel ist sichtbar, aber noch punktuell. 

Governance & Monitoring 2030

Erste harmonisierte Standards und digitalisierte Inventuren entstehen. Modelle und Baselines verbessern sich, aber Monitoring ist noch fragmentiert. 

Vorratsaufbau & Umtriebszeit 2030

Einschlagsreduktionen beginnen den Vorrat leicht anzuheben. Einzelne Betriebe testen längere Umtriebszeiten und nutzen Zuwachsorientierung als Managementprinzip. 

Waldpflege & Verjüngung 2030

Naturverjüngung gewinnt an Bedeutung, besonders auf gut geschützten Standorten. Sanfte Durchforstungen und selektive Lichtsteuerung erhöhen die Überlebensrate junger klimafitter Bäume. 

Schutz- & Risikomanagement 2030

Monitoring nimmt Fahrt auf: Drohnen, Sensorik, erste digitale Frühwarnsysteme. Wildbestände beginnen besser reguliert zu werden. Kalamitäten werden aber noch häufig reaktiv behandelt. 

Nutzung & nachgelagerte Effekte 2030

Kaskadennutzung etabliert sich in Pilotregionen. Bauholzanteile steigen, Recyclingprozesse werden ausgebaut, erste BECCS-/Bio-CCU-Demonstratoren laufen.