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Waldpflege & Verjüngung
Ein gut gepflegter Wald kann sich selbst erneuern. Naturverjüngung, sorgfältige Durchforstung und der Erhalt von Totholz schaffen Lebensräume, fördern gesunde Böden und sichern die nächste Waldgeneration. Diese Maßnahmen stärken das Ökosystem von innen heraus – und unterstützen es dabei, widerstandsfähiger zu wachsen und mehr Kohlenstoff zu binden.
2030: Förderung natürlicher Prozesse
Bis 2030 gewinnt Naturverjüngung deutlich an Bedeutung, vor allem auf geschützten und gut vorbereiteten Flächen. Sanfte Durchforstungen und gezielte Lichtsteuerung verbessern Mikroklima und Überlebenschancen junger Bäume. Pflanzungen bleiben wichtig, werden aber zunehmend strategisch eingesetzt.
2050: Etablierte Naturverjüngung
2050 ist Naturverjüngung auf den meisten Standorten in Österreich das dominierende Verfahren. Totholz, Mikrohabitate und aktive Bodenpflege sind integrale Bestandteile der Bewirtschaftung. Die Biodiversität im Wald steigt messbar, und die Regenerationsfähigkeit der Wälder nimmt bereits deutlich zu.
2075: Selbsttragende Verjüngungssysteme
Bis 2075 laufen Verjüngungsprozesse weitgehend selbstständig. Der Wald nutzt seine standortspezifische Genetik effizient. Die zu Beginn intensiven künstlichen Pflanzungen dienen nun nur noch gezielter Steuerung. Die Anpassungsfähigkeit an Klimaextreme ist hoch und Ausfälle können schnell kompensiert werden.
2100: Permanenter Regenerationskreislauf
Im Jahr 2100 ist Naturverjüngung nahezu flächendeckend etabliert. Bodenbiologie, Mykorrhizanetzwerke und strukturierte Lichtverhältnisse sorgen für eine kontinuierliche, stabile Waldverjüngung: Der Wald erneuert sich dauerhaft aus eigener Kraft.