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Maßnahmen Glossar

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Vorratsaufbau & Umtriebszeit

Mehr Biomasse bedeutet mehr Kohlenstoff im Wald. Durch eine Verlängerung der Umtriebszeit und gezielten Vorratsaufbau wächst der „grüne Speicher“ über Jahre hinweg an. Diese Strategien verschieben den Fokus von kurzfristigen Erträgen hin zu einer langfristigen Anlage: Ein Wald, der stetig stabiler, wertvoller und klimawirksamer wird. 

Mehr Zeit bedeutet mehr Kohlenstoff: Wenn Wälder länger wachsen dürfen oder der Vorrat bewusst erhöht wird, steigt die Senkenleistung deutlich. Eine verlängerte Umtriebszeit und geringere Einschlagsraten schaffen ein größeres biomassebasiertes „grünes Kapital“, das nicht nur CO bindet, sondern später eine stärkere Grundlage für nachhaltige Holznutzung bietet. 

2030: Vorratsaufbau beginnt

In den frühen 2030ern setzen viele Betriebe erste Schritte zur Vorratserhöhung. Einschlagsraten bei Zukunftsbäumen werden vorsichtig reduziert und der Zuwachs rückt stärker ins Zentrum der Bewirtschaftung. Einzelne Betriebe testen verlängerte Umtriebszeiten bei stabilen Baumarten und beobachten deren Auswirkungen auf Stabilität und Holzertrag. Der Effekt ist noch moderat, aber messbar: Der stehende Kohlenstoffvorrat beginnt zu steigen.

2050: Etablierter Hochvorratskorridor

Bis 2050 ist ein höherer Vorratskorridor etabliert. Längere Umtriebszeiten bei stabilen Baumarten gelten als Standard, nicht als Ausnahme. Der durchschnittliche Kohlenstoffvorrat der Wälder liegt deutlich über dem Niveau von noch 2020. Die Kombination aus höherem Vorrat und stabileren Beständen führt zu einer verbesserten Kohlenstoffbilanz ohne die nachhaltige Nutzung zu gefährden.

2075: Optimierte Balance von Vorrat und Nutzung

2075 erreichen Wälder einen stabilen Hochvorratsbereich, der ökologisch tragfähig und wirtschaftlich nutzbar ist. Holzqualität und Biomassezuwachs sind hoch, während das Risiko von Überalterung kontrolliert wird. Der Wald fungiert gleichzeitig als langfristiger Kohlenstoffspeicher und als verlässliche Rohstoffquelle.

2100: Klimafittes Vorratsoptimum

Im Jahr 2100 befindet sich der Vorrat auf einem langfristig optimierten Niveau. Umtriebszeiten werden dynamisch an Klimaentwicklung, Standort und Bestandeszustand angepasst. Monitoring-Systeme steuern Eingriffe präzise, sodass maximale Kohlenstoffsenkenleistung mit stabiler Nutzung kombiniert wird.

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